20.05.16

Mike Mohring im Gespräch mit Prof. Dr. Werner J. Patzelt

 

PEGIDA – Ein regionales oder deutschlandweites Phänomen?

Erfurt – „Ist PEGIDA ein regionales oder ein deutschlandweites Phänomen?“ Über diese Frage diskutiert am kommenden Mittwoch der Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzende Mike Mohring mit dem Dresdner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner J. Patzelt, auf Schloss Ettersburg bei Weimar. Die Abendveranstaltung ist Teil der Reihe „Ettersburger Diskurs. Zur gesellschaftlichen Situation“ die seit einigen Jahren gemeinsam durch das Politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und dem Schloss Ettersburg veranstaltet werden. Schirmherr der Reihe ist Mike Mohring. Patzelt hat sich intensiv, mehrfach, auf breiter empirischer und wissenschaftlicher Basis mit PEGIDA befasst.

Im Vorfeld der Veranstaltung erklärte Mohring: „Deutschland im Frühjahr 2016, das ist ein Land, in dem sich das politische Koordinatensystem gründlich verschoben hat. Das Parteiensystem befindet sich im größten Umbruch seit die Grünen entstanden und die gewendete SED sich als PDS stabilisierte. Die `links-liberale Hegemonie über den politisch gesellschaftlichen Diskurs´ droht zu schwinden, wie Holger Schmale in der Frankfurter Rundschau (1.3.2016) bemerkte. PEGIDA in Dresden war ein früher Indikator dieses Wandels. Doch für was ist PEGIDA ein Indikator? Soziographisch ein regionales Phänomen, auf der Einstellungsebene mit den größten Schnittmengen zur Anhängerschaft der LINKEN und durch einen `deutschen Patriotismus´ von diesen geschieden, zeigt die Demonstrationsbewegung zunächst eines: Mit eingeschliffenen Deutungsmustern ist die aktuelle Lage kaum zu erfassen. Was an dem Motivbündel der `Pegidianer´ ist regional, was ostdeutsch, was für ganz Deutschland verallgemeinerungsfähig? Im nächsten Ettersburger Diskurs wird Werner J. Patzelt uns helfen, die unterschiedlichen Aspekte zu sortieren und darüber ins Gespräch zu kommen.“

Mittwoch, 25. Mai 2016, 19:00 Uhr, Schloss Ettersburg, Am Schloss 1, 99439 Ettersburg. Anmeldung ist erforderliche und per Mail oder Fax möglich. Email: kas-thueringen@kas.de, Fax: 0361/6549111.

Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher